Bislang gibt es in Deutschland keine flächendeckende universitäre Ausbildung von Imamen und muslimischen Religionslehrern. Der Wissenschaftsrat hat nun einen raschen Aufbau empfohlen. Ist dies in dem gewünschten Tempo möglich? Gibt es geeignete offizielle Verbände des Islams in Deutschland, die den christlichen Kirchen vergleichbar wären? Wie stehen Muslime zu einer wissenschaftlichen Erforschung des Korans?
Professor Dr. Angelika Lohwasser
Meine besten Einfälle habe ich…
irgendwann, unvermutet, nie geplant und keinesfalls unter Zeitdruck.
Wenn ich einen Rat brauche…
fachlich und menschlich, frage ich meinen Mann.
Am meisten ärgere ich mich…
über „Nicht-Zuständigkeit“ und Verantwortungslosigkeit.
Das nächste Buch, das ich lesen will…
entscheide ich spontan.
Wenn ich das Fernsehen anschalte…
dieses Gerät haben wir zum Glück vor 10 Jahren verschrottet.
Energie tanke ich…
bei Erfolgen.
Wenn ich mehr Zeit hätte…
wäre sie auch gut genutzt – mit Familie und Wissenschaft.
Mit einer unverhofften Million würde ich…
meine archäologische Forschung im Sudan weiter ausbauen. Viel zu oft wird vergessen, dass so genannte Randkulturen eine ganz zentrale Rolle spielen.
Ich frage mich manchmal…
ob wir nicht endlich von Antragspoesie, Evaluierungsrhetorik und Worthülsen wieder zur eigentlichen Forschung zurückkehren können.
Die Wahrheit zu finden…
wird einem ernstzunehmenden Wissenschaftler unmöglich sein.
Das Bewusstsein von der eigenen Vergänglichkeit…
hat eine Archäologin immer vor Augen.
Kreativität entsteht…
im Freiraum, nie unter Druck.
Freude an meinem Beruf…
habe ich tatsächlich immer (auch wenn man es mir nicht glaubt).
Die Zeit meines Studiums…
war wunderbar!
Wissenschaftler sind Menschen…
und keine Technokraten – was heute kaum bedacht wird.
Wenn ich Wissenschaftsminister wäre…
würde ich viele Regularien abschaffen und auch dem einzelnen Forscher mehr Autonomie übergeben.
Der Fortschritt von Wissenschaft und Technik…
beflügelt und beängstigt mich.
Studierende technischer Fachrichtungen der Hochschule Anhalt in Sachsen-Anhalt, die sich zur Bachelor- oder Masterprüfung anmelden, können gleichzeitig die Bescheinigung der Ingenieurkammer beantragen. Mit erfolgreichem Abschluss erwerben die Absolventen neben dem jeweiligen Hochschulgrad „Bachelor“ oder „Master“ zugleich die Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“. Während die Hochschulen die akademischen Grade „Bachelor“ und „Master“ verleihen, kann nach dem Ingenieurgesetz des Landes Sachsen-Anhalt die Ingenieurkammer auf Antrag von Hochschulabsolventen in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern Bescheinigungen zum Führen der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ ausstellen.
Dies ist nach Ansicht der Hochschule „ein wichtiger Schritt zur Verknüpfung des Bologna-Prozesses mit der traditionell hochwertigen Berufsbezeichnung Ingenieur.
Dagegen hat der Rektor der Hochschule Magdeburg-Stendal und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Andreas Geiger, es als „rückwärtsgewandt“ kritisiert, den Ingenieur als Berufsbezeichnung beizubehalten. „Diese Vorstöße sind eines der Vehikel, um gegen Bologna Stimmung zu schüren“, wird er in der Mitteldeutschen Zeitung zitiert. Erst kürzlich hatte sich der Zusammenschluss der neun größten technischen Universitäten Deutschlands, TU 9, für ein Beibehalten des Titels Diplom-Ingenieur eingesetzt. An der Technischen Universität München wird der Titel „Diplom-Ingenieur“ trotz eines zweistufigen Studiums zusätzlich zu dem „Master of Science“ (M.SC.) weiter vergeben, wenn ein komplettes Ingenieurstudium erfolgreich absolviert wurde. Der Titel steht nach Ansicht des Präsidenten der TU München, Wolfgang A. Herrmann, für „Qualität, die in Zeiten des verschärften internationalen Wettbewerbs keine Abstriche erlaube“.
Eva-Maria Stange (SPD) ist „Ministerin des Jahres“. Ihre hochschul- und wissenschaftspolitischen Leistungen wurden im diesjährigen DHV-Ministerranking mit der Note „Befriedigend“ am besten bewertet. Stange lag vor dem Vorjahressieger und sachsen-anhaltinischen Kultusminister, Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) und dem nordrhein-westfälischen Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP), deren Arbeit mit der Note „Noch befriedigend“ beurteilt wurde.
Professor Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, hat die Auszeichnung „Rektor/Präsident des Jahres“ errungen, die der DHV zum zweiten Mal ausgelobt hat. Mit dem Preis würdigt die Berufsvertretung der Wissenschaftler eine vorbildliche Amtsführung.