Förderung für die oberen zehn Prozent: Die Bundesregierung hat ihr nationales Elite-Stipendienprogramm durch den Bundesrat gepeitscht. Kanzlerin Merkel erkaufte sich den bildungspolitischen Erfolg mit Finanzzusagen an die Länder. Verlierer sind die Bafög-Empfänger - die Erhöhung ihrer Hilfen wurde gestoppt.
Ein Zimmer im Studentenwohnheim ist billig. Und meist auch klein, spartanisch, eins wie das andere. Gerade die Schlichtheit aber macht die Räume zur idealen Bühne für das eigene Ich. Fünf Studenten aus Bochum zeigen ihre Möbel und Fotos, ihre Tiere, ihre Accessoires - und sich selbst.
Mit der WM hat auch die Public Viewing-Hochsaison begonnen. Auch unsere Rentner Helga, 69, Dieter, 72, Irmgard, 64 und Manfred, 72, wollen in der Masse mitfiebern.
Wer gegen türkischstämmige Jugendliche pöbelt, bekommt es mit ihr zu tun: Die Berliner Studentin Aylin Selçuk wurde mit ihrem Verein "Die Deukische Generation" zur emsigen Migranten-Lobbyistin. Sie hat bereits die Kanzlerin getroffen - und jetzt den Politkrawallo Thilo Sarrazin angezeigt.
Das Öl wird knapp, die Zukunft liegt bei Wind, Wasser, Sonne. Erneuerbare Energien - eine Wachstumsbranche. Aber warten auf Hochschulabsolventen auch spannende Jobs? Drei Berufseinsteiger berichten, wie sie als "Sonnengott" und Landschafts-Verspargeler Karriere machen.
Hessens staatliche Unis ächzen, weil sie 30 Millionen Euro jährlich sparen müssen. Mit fast der gleichen Summe unterstützt das Land die Privathochschule EBS, als Startgeschenk für eine neue Juristenschmiede in Wiesbaden. Ergibt das Sinn? Öffentliche Hochschulen und Opposition sind entsetzt.
Fördern Stiftungen nur Schnösel aus gutem Hause, die das Geld gar nicht nötig hätten? Von wegen, sagt Ex-Stipendiat Christian Fuchs. Er sieht Stipendien auch als sozialen Kitt für die Gesellschaft - und widerspricht im UniSPIEGEL energisch der These von der "Inzucht der Eliten".
Vom Haupternährer der Familie hin zum fürsorglichen Papa mit flexiblen Karriereoptionen - die Männer-Rolle ändert sich auch im Wissenschaftsbetrieb. Das Hochschulmagazin "duz" beschreibt die Zwickmühle: "Publish or parents" gebietet die Uni-Tradition - veröffentlichen oder Eltern sein.
Medizin studieren wollen viele, streng sieben die Unis unter den Bewerbern aus. Wer an Numerus clausus und Medizinertest scheitert, kann es im Ausland versuchen - Schweiz oder Österreich, Ungarn, Tschechien oder Slowakei. Oft wird der Umweg ziemlich teuer.
Mehr Türken verlassen mittlerweile Deutschland in Richtung Türkei als umgekehrt. Sie bekommen dort dank deutscher Ausbildung oft bessere Jobs und Gehälter. Doch vielen gelten die Rückwanderer als religiöse Hinterwäldler oder neureiche Proleten.
Sie sind fleißig, bescheiden und ehrgeizig. Trotzdem können sich viele Uni-Absolventen in China keine eigene Wohnung leisten. Gemeinsam mit Leidensgenossen leben sie in winzigen Zimmern auf wenigen Quadratmetern - denn wer zurück zu den Eltern zieht, gilt als Versager.
An den Business Schools regt sich das schlechte Gewissen: Dort wurden viele der Topmanager ausgebildet, die entscheidend zur Wirtschaftskrise beitrugen. Verändern sich jetzt die Regeln, nach denen die Führungskräfte von morgen ausgebildet werden?
An einigen chinesischen Unis haben Kampfsportler deutlich bessere Chancen: Gegen Vorlage eines Kung-Fu-Diploms bekommen sie bei der Aufnahmeprüfung Extrapunkte. Davon profitieren vor allem reiche Bewerber, nur sie können sich das Training leisten.
Ein Jahr Schüleraustausch, ein, zwei Auslandssemester, eine Weile Jobben in der Ferne: Das ist aufregend, kann aber auch einschüchternd sein. Wer länger weg ist, kommt nicht einfach so an, sondern in Phasen. Peter Wagner vom Jugendmagazin "Jetzt.de" kennt sie alle - vom Abflug bis zur Heimkehr.
Erfolg und Karriere sind Dinge, die mich seit langem interessieren. Mir geht es bei Erfolg und Karriere nicht darum, wie ich mein Leben plane, sondern um die Frage, wie funktionieren beruflicher Erfolg und Karriere? Gibt es einen übergreifenden Faktor von Profisport bis zur Professur? Was haben Top-Leute in den verschiedenen Disziplinen gemeinsam? Gibt es ein [...]
Wer sich als Gehörloser verständigt, macht das oft ideenreich. Die Gebärdensprache ist eine Sprachwelt für sich und kann fast alle Wörter darstellen - mal simpel, mal überraschend. Kung-Fu-Trainer Benjamin Piwko erklärt im Videoquiz einige Begriffe.
Er ist Kampfsporttrainer, sie Rechtsanwältin: Benjamin Piwko und Judith Hartmann sind gehörlos. Sie leben in ihrer eigenen Welt mit ihrer eigenen Sprache - und sind dennoch erfolgreich in ihren Jobs. Einblicke in zwei ungewöhnliche Karrieren.
Am Freitag noch Kollege, am Montag plötzlich Vorgesetzter - wer zum ersten Mal die Führung übernimmt, muss sich vielen neuen Fragen stellen: Soll ich jetzt anders mit den Kollegen umgehen? Muss ich autoritärer werden? Und was, wenn ein Mitarbeiter mich nicht ernst nimmt?
Sie zahlen einfach nicht: Hamburger Kunststudenten boykottieren seit Jahren die Studiengebühren. Die Kunsthochschule mahnte und warnte und lässt jetzt die offenen Forderungen eintreiben. Einigen Studenten wurde laut Asta bereits das Bank-Konto gesperrt.
Hektik, Frust, alles neu, Chaos im Kopf - fast jeder zweite Uni-Absolvent startet holprig in den Beruf. Denn das Studium bereitet kaum auf den Joballtag vor. Drei Berufseinsteiger erzählen von Stress, Therapiewünschen und einer Notausstiegs-Option.